Die einfache und exakte Herstellung von Elastomer-Prüfkörper mit einer neuen Stanzmessereinheit - ein neues Konzept erreicht eine hohe Geometriekonstanz und minimiert das Unfallrisiko.
Die physikalische Prüfung von Gummi- und Elastomer-Werkstoffen setzt eine exakte Prüfkörpergeometrie mit sauberen Schnittflächen voraus. Fehlerhafte Prüfkörper führen zu erheblichen Messfehlern. Als einfache Herstellmethode für Reiß- und Weiterreißmessungen nach DIN 53504, DIN 53515, DIN ISO 34-1, ASTM D624, ... hat sich das Stanzverfahren bewährt. Die derzeit verwendeten Stanzmesser sind mit einer einseitigen Schneidengeometrie ausgestattet. Dies führt beim Stanzvorgang zu einer konkaven Schnittfläche (Bild 1) mit teils erheblichen Geometrieabweichungen am Prüfkörper, abhängig von der Schärfe der Schneide und Härte des Werkstoffes.
Das neue Stanzmesserkonzept mit gleichseitig ausgeführter Schneide (Bild 2) führt zu einer senkrechten Schnittlinie mit genauem Prüfkörperquerschnitt - unabhängig von der Schneidenschärfe und Werkstoffhärte. Niederhalter (Bild 3) verhindern einen gegenseitigen Einfluss der Schneiden und vermindern dei Unfallgefahr während dem Stanzvorgang (siehe Bericht).
In der Weiterreiß-Prüfung werden häufig Prüfkörper mit Einschnitt (Nick) verwendet. Die Tiefe des Nicks beeinflusst das Messergebnis wesentlich. Die derzeit verwendeten Verfahren mit im Messer integrierter Schneide oder getrennter Vorrichtung mit Rasierklinge sind sehr fehlerbehaftet, da die Nicktiefe sowohl von der Schneide wie auch der Härte beeinflusst wird. Das neue im Stanzmesser integrierte Verfahren führt zu exakten Ritztiefen unabhängig von Härte und Schneidenqualität des Ritzelementes. Verwendet wird auch hier das Prinzip der gleichseitigen Verdrängung.
Eine ausführliche Beschreibung finden Sie im Bericht zur Reißfestigkeitsmessung an Elastomeren (PDF, 190 kB).